Resonance: A Plague Tale Legacy – Spieltest und redaktionelle Einordnung

Autor: Sebastian Lindner
Zuletzt aktualisiert: 27.08.2026

Asobo Studio erweitert das A Plague Tale -Universum mit dem Prequel Resonance: A Plague Tale Legacy. Das Spiel spielt im Jahr 1334, also exakt 15 Jahre vor den Ereignissen von A Plague Tale: Requiem, und wurde bewusst als eigenständiges Erlebnis konzipiert, das ohne Vorkenntnisse über die de-Rune-Geschwister spielbar ist. Neben einer historischen Verortung bietet das Action-Adventure handfeste Nahkämpfe, griechische Mythologie und einen Soundtrack, der erneut von Olivier Deriviere komponiert wurde. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Produktions-, Gameplay- und Review-Fakten zusammen und liefert eine klare Kaufempfehlung.

Historische Einordnung und Kontext in der Serie

Resonance setzt im Jahr 1334 an – ein Zeitpunkt, der laut Publisher Focus Entertainment und Creative Director David Dedeine exakt 15 Jahre vor den Geschehnissen von Requiem (1349) liegt. Damit bildet das Spiel ein eigenständiges Kapitel in der Macula-Chronik, das die Vorgeschichte von Sophia beleuchtet, ohne dass Spieler*innen die vorherigen Teile kennen müssen.

  • 1334: Beginn der Handlung von Resonance
  • 15 Jahre vor A Plague Tale: Requiem
  • Prequel-Konzept: Standalone-Erlebnis ohne Pflichtwissen

Die klare zeitliche Verankerung nimmt potenziellen Neulingen die Sorge vor Wissenslücken und stärkt damit die Zugänglichkeit der Serie.

Technische Daten und Plattformen

Resonance ist auf mehreren modernen Plattformen verfügbar und bietet dabei konsistente technische Rahmenbedingungen:

  • Plattformen: PlayStation 5, Windows-PC (Steam), Xbox Series X/S
  • Direkter Start im Xbox Game Pass
  • Speicherbedarf: 58 GB (PS5), 66 GB (Xbox Series X/S), 76 GB (PC)
  • Durch Kraken-Kompression wird die PS5-Version besonders kompakt
  • Durchschnittliche Hauptstory-Spielzeit: ca. 20 Stunden (offizielle Angabe, 15-25 Stunden)

Die Protagonistin Sophia wird erneut von der britischen Schauspielerin Anna Demetriou gesprochen und per Full-Performance-Capture verkörpert. Der Soundtrack stammt wieder von Olivier Deriviere, der archaische Instrumente wie die Carnyx einsetzt, um eine mediterrane Atmosphäre zu schaffen.

Gameplay-Design – Fokus auf Nahkampf und Mythologie

Im Vergleich zu den Vorgängern verlagert Resonance den Spielspaß von der bekannten Ratten-Mechanik zu handfesten Schwert- und Doldakombinationen. Die griechische Mythologie wird dabei zum erzählerischen Kern, während das klassische Stealth-Element erhalten bleibt, jedoch seltener zum Einsatz kommt.

Kampfmechanik im Detail

  • Direkter Nahkampf mit Schwert und Dolch, inspiriert von Assassin’s Creed Odyssey
  • Parieren, Ausweichen und gezieltes Werfen von Gegenständen (z. b. Glasflaschen)
  • Spezialangriffe, bei denen die Gestalt des Theseus als goldener Schatten erscheint
  • Fünf Schwierigkeitsgrade von „Narrative“ (automatisches Ausweichen) bis „Nightmare“
  • Resonanzpunkte zum Freischalten von Fertigkeiten – kleiner, aber feiner Fertigkeitsbaum

Ein automatisches Autosave-System ersetzt das manuelle Speichern, was zwar für kontinuierliches Spielen sorgt, jedoch die Freiheit einschränkt, vor besonders schwierigen Passagen gezielt zu speichern.

Narrative und Weltgestaltung

Die Geschichte folgt der jungen Schmugglerin Sophia, die nach einem missglückten Job in Venedig zusammen mit ihrer Freundin Leni zu einer mythischen Insel aufbricht – der Insel des Minotaurus. Dort sucht sie nach einem Schatz, den ihr Vater einst verloren hat, und muss sich gleichzeitig mit Verrat und einer uralten Bedrohung auseinandersetzen.

  • Setting: Sonnendurchflutete griechische Insel mit minoischen Ruinen, türkisen Buchten und piniengesäumten Klippen
  • Mythologische Elemente: Minotaurus, Theseus-Flashbacks, antike Arenen
  • Visuelle Kontraste: Oberflächliche Idylle vs. dunkle, von Verderbnis überzogene Gänge
  • Begleitcharaktere: Leni (freundlich, witzig), Faro (Vaterfigur), weitere Plünderer
  • Spielmechanik: Notizbuch mit Visionen, Rätsel mit Lichtstrahlen, optionales Hinweis-System

Der Soundtrack verstärkt die Atmosphäre: Bouzouki, griechisch-zypriotische Gesänge und die tiefe Klangfarbe der Carnyx erzeugen ein intensives, mediterranes Klangbild. Auf der PS5 nutzt das Spiel zudem haptisches Feedback des DualSense-Controllers, um Stimmen aus Sophias Visionen direkt in die Hände der Spieler*innen zu bringen.

Stärken und Schwächen im Test

Der Test von GIGA Gaming (Autorin Coline Simoncelli) bewertet das Spiel mit 8,5 / 10 und fasst die wichtigsten Plus- und Minuspunkte zusammen.

Positive Aspekte

  • Packende, vielschichtige Geschichte mit griechischer Mythologie
  • Eigenständige Protagonistin Sophia, die sich von Amicia abhebt
  • Atmosphärisch herausragender Soundtrack von Olivier Deriviere
  • Wunderschöne, sonnendurchflutete Inselwelt mit beeindruckenden Ruinen
  • Fünf Schwierigkeitsgrade – breites Zugangs-Spektrum
  • Spaßiges, befriedigendes Kampfsystem

Kritikpunkte

  • Rätsel wiederholen sich teilweise und können repetitiv wirken
  • Gesichtsanimationen stellenweise noch etwas steif
  • Manuelles Speichern fehlt – reines Autosave-System
  • Spielzeit von ca. 20 Stunden könnte für manche zu kurz sein
  • Kleinere Bugs (z. b. Leni bleibt an Stellen hängen)

Insgesamt überwiegen die Stärken, sodass das Spiel als gelungener Neuanfang für die Reihe gilt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

  • Muss man A Plague Tale: Innocence und Requiem gespielt haben? Nein. Das Prequel ist ein in sich geschlossenes Abenteuer, das ohne Vorkenntnisse verständlich ist.
  • Erscheint Resonance auch auf anderen Plattformen oder Abo-Diensten? Ja. Neben der PS5 ist das Spiel für Windows-PC und Xbox Series X/S erhältlich und ist ab Release im Xbox Game Pass verfügbar.
  • Wer verleiht Sophia Stimme und Bewegung? Die britische Schauspielerin Anna Demetriou übernimmt sowohl Voice-Acting als auch Motion-Capture.

Fazit

Resonance: A Plague Tale Legacy liefert ein technisch solides, narrativ reiches und spielerisch frisches Prequel, das die Serie in eine neue mythologische Richtung führt. Die historische Einordnung im Jahr 1334 macht das Spiel zu einem eigenständigen Einstieg, während die handfeste Kampfmechanik und die griechische Mythologie frischen Wind in das etablierte A Plague Tale -Universum bringen. Trotz kleinerer Schwächen wie repetitiver Rätsel und fehlender manueller Speicherfunktion überzeugt das Spiel durch seine Atmosphäre, den hochwertigen Soundtrack und die überzeugende Darstellung von Sophia. Für Fans der Reihe und neue Spieler*innen gleichermaßen ist Resonance ein empfehlenswerter Titel, der sowohl als eigenständiges Abenteuer als auch als Erweiterung der Macula-Lore überzeugt.

Sebastian Lindner

Sebastian ist passionierter Gamer, begeisterter Spielejournalist und erfahrener Online-Redakteur. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Gaming-Branche kennt er sich bestens aus mit aktuellen Trends, spannenden Innovationen und den großen Klassikern der Online-Spielwelt. Sebastian liebt es, seine Leser mit fundierten Artikeln, präzisen Analysen und unterhaltsamen Geschichten rund um das Thema Online-Gaming zu begeistern. Seine besondere Stärke liegt darin, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und seine Leser immer wieder aufs Neue für die Welt der Spiele zu begeistern.