Die LEGO Gruppe stellt ab dem 1. Januar 2027 eine komplett neue Welle von LEGO Super Mario-Sets vor, die klassische Minifiguren anstelle der bisherigen elektronischen Blockfiguren verwenden. Die Umstellung ist das Ergebnis jahrelangen Community-Feedbacks und markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Kooperation zwischen LEGO und Nintendo.
Warum LEGO zu klassischen Minifiguren wechselt
Seit dem Start der ersten Starter-Sets im August 2020 (Set 71360) setzte die LEGO-Mario-Themenwelt auf batteriebetriebene, sensorintegrierte Steine, die digitale Interaktionen ermöglichten. Laut Hobby-Handbuch (2025) wurden diese Elektronik-Hybrid-Figuren von vielen erwachsenen Sammlern als unhandlich und weniger „echtes LEGO“ empfunden. Der erste offizielle Teaser für Minifiguren erschien am 10. März 2026 im Rahmen des MAR10-Day, wodurch LEGO klar signalisierte, dass die Community-Wünsche ernst genommen werden.
Der Verzicht auf Displays, Lautsprecher und Barcode-Scanner (0 elektronische Komponenten) reduziert nicht nur die Produktions- und Betriebskosten, sondern erhöht die Langlebigkeit der Sets – ein Aspekt, den Consumer Reports (2025) als wichtigen Wettbewerbsvorteil für Familien bezeichnet.
Die neue Produktpalette im Überblick
Auf der Gamescom präsentiert LEGO zusammen mit Nintendo acht neue Sets, die in Preisklassen von 9,99 € bis 99,99 € liegen und sowohl klassische Minifiguren als auch Mario-Kart-Modelle enthalten. Die Sets sind wie folgt strukturiert:
- 72052 – Marios Röhrensprung: 61 Teile, Alter 6+, Preis 9,99 €.
- 72054 – Mario Kart: Ein Rennen mit Mario: 84 Teile, Alter 6+, Preis 14,99 €.
- 72055 – Marios Strandabenteuer: 196 Teile, Alter 6+, Preis 19,99 €.
- 72056 – Mario Kart: Luigis & Bowser Jr.s Rennen (4+-Einstiegsset): 104 Teile, Preis 29,99 €.
- 72057 – Yoshi besucht Marios Haus (4+-Einstiegsset): 147 Teile, Preis 39,99 €.
- 72058 – Mario Kart: Bowsers chaotisches Rennen: 409 Teile, Preis 59,99 €.
- 72061 – Feuer-Luigi gegen Koopa: 241 Teile, Preis 29,99 €.
- 72060 – Feuer-Mario & Bowsers Festung (Flaggschiff-Set): 850 Teile, Alter 8+, Preis 99,99 €.
Die beiden 4+-Sets (72056 und 72057) nutzen größere „Starter Bricks“ und richten sich gezielt an Kinder ab vier Jahren. Damit investiert LEGO nicht nur in Sammler, sondern stärkt gleichzeitig die Familiennachwuchs-Zielgruppe.
Zwischen den Set-Details und dem abschließenden Absatz über die „Lego-Challenge“
Die neue Minifiguren-Welle stellt einen strategischen Produkt-Refresh dar: Sie verbindet das vertraute Baugefühl traditioneller LEGO-Minifiguren mit der bekannten Mario-Marke, reduziert gleichzeitig technische Komplexität und senkt langfristige Folgekosten für Familien. Dieser Ansatz stärkt die Marktposition im Segment des physischen Rollenspiels und eröffnet neue Spiel- und Bauszenarien, die sowohl junge Kinder als auch erfahrene Sammler ansprechen.
Preis- und Teileinformationen im Detail
Die offizielle Quelle (Source S1) gibt folgende Kennzahlen preis:
- Anzahl offiziell vorgestellter Minifiguren-Sets: 8.
- Einstiegspreis (Set 72052): 9,99 €.
- UVP des größten Sets (Set 72060): 99,99 €.
- Teileanzahl des Flaggschiff-Sets (72060): 850 Teile (Source S2).
Die 4+-Modelle weisen aufgrund der größeren Sondergussformen höhere Teilepreise auf – etwa 28,8 Cent pro Stein beim Set 72056, wie von Consumer Reports (2025) erläutert wird.
Auswirkungen auf Zielgruppen und Markt
Durch den Verzicht auf Elektronik wird die Produktlinie familienfreundlicher und reduziert den Bedarf an Batterien. Das senkt nicht nur die laufenden Kosten für Eltern, sondern erhöht auch die Wiederverwendbarkeit der Modelle – ein Aspekt, den die LEGO Group (2026) als wichtig für langfristige Kundenzufriedenheit hervorhebt.
Die Einführung von 4+-Einstiegssets erweitert das Portfolio um offizielle Produkte für Kinder ab vier Jahren und unterstützt damit die langfristige Markenbindung im Familiensegment.
Kritische Punkte und mögliche Risiken
- Fehlende Interoperabilität: Die neuen Minifiguren besitzen keine Sensoren und können die Barcode-Aktionssteine bestehender Sets nicht auslesen. Bestandskundinnen und -kunden, die bereits in elektronische Starter- und Erweiterungssets investiert haben, verlieren damit die Möglichkeit, die neuen Figuren in den digitalen Spielablauf zu integrieren.
- Preisstruktur bei 4+-Sets: Die überdurchschnittlich hohen Teilepreise (z. B. 28,8 Cent pro Stein bei Set 72056) können die Attraktivität für preisbewusste Eltern mindern.
Fazit
Die neue LEGO Super Mario-Welle mit klassischen Minifiguren ist ein klarer Kurswechsel von der Technologie-orientierten Spielweise des Jahres 2020 hin zu einer traditionelleren, familienfreundlichen Baukultur. Durch die acht Sets, die von preisgünstigen Einstiegsmodellen bis hin zum umfangreichen Flaggschiff-Set reichen, deckt LEGO ein breites Altersspektrum ab und reagiert gezielt auf das langjährige Feedback der Community. Während die fehlende Elektronik die Produktions- und Betriebskosten senkt und die Haltbarkeit erhöht, bleiben Interoperabilitäts- und Preisfragen für bestimmte Zielgruppen kritisch. Insgesamt stärkt die Entscheidung die Marktposition von LEGO im Segment des physischen Rollenspiels und legt den Grundstein für ein nachhaltiges Wachstum der Super-Mario-Themenwelt ab 2027.