Kaufempfehlung: Warum “I Was a Teenage Exocolonist” im 50-Prozent-Steam-Sale ein Must-Buy ist

Autor: Sebastian Lindner
Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026

“I Was a Teenage Exocolonist” ist mehr als ein Geheimtipp für Indie-Fans – es ist ein narratives Monument, das im aktuellen 50-Prozent-Steam-Sale für 12,25 € (statt 24,50 €) angeboten wird. Wer bereit ist, sich auf über 600.000 Wörter Text einzulassen, wird mit einer der ambitioniertesten Story-Erfahrungen des Jahres 2022 belohnt. Der folgende Artikel fasst alle relevanten Fakten zusammen, damit Sie entscheiden können, ob das Spiel Ihr Geld und Ihre Lesezeit wert ist.

Einzigartiger Genre-Mix: Deckbuilding trifft Lebenssimulation

Das Spiel kombiniert Deckbuilding-Mechaniken mit einer Lebenssimulation, die an Klassiker wie Stardew Valley erinnert. Sie steuern ein Kind, das auf einer fremden Kolonie aufwächst, knüpft Freundschaften, entdeckt die Geheimnisse einer alien-bevölkerten Welt und wählt monatlich einen Pfad – etwa Wissenschaft, Training oder Verteidigung – der den weiteren Verlauf Ihres Exocolonisten bestimmt.

Umfang und Wiederspielbarkeit: Über 600.000 Worte und 29 Enden

Der Textumfang von über 600.000 Wörtern (offizielle Angabe von Entwicklerin Sarah Northway und Narrative Designerin Lindsay Ishihiro, 2022) macht das Spiel zu einem wahren Literatur-Werk. In einem einzelnen Durchlauf werden nur etwa 10-15 % dieses Skripts sichtbar, wodurch die Geschichte erst über zahlreiche Wiederholungen ihre volle Tragweite entfaltet. Die Zahl der möglichen Enden liegt bei 29, wobei die unterschiedlichen Abschlüsse clever miteinander verknüpft sind.

  • Gesamtwortzahl: > 600.000 Wörter (2022)
  • Story-Ereignisse: > 800
  • Sammelbare Karten: 250
  • Distinkte Enden: 29

Kritikerlob und Auszeichnungen

Die Qualität des Spiels wird durch zahlreiche unabhängige Bewertungen belegt. Auf Metacritic erhielt die PC-Version einen Metascore von 91 Punkten (Universal Acclaim) und wurde im Jahr 2022 zu einem der am besten bewerteten Titel des Jahres. Auf Steam zeigen über 4.000 Rezensionen eine Zustimmungsrate von 96 % (Stand 2024). Zusätzlich wurde das Werk im Independent Games Festival 2023 in der Kategorie “Excellence in Narrative” nominiert – ein Hinweis auf die Anerkennung des narrativen Designs durch die Fachwelt.

  • Metascore (PC, 2022): 91 Punkte
  • Steam-Zustimmungsrate (2024): 96 % bei über 4.000 Rezensionen
  • IGF-Nomination 2023: Excellence in Narrative

Spielmechanik im Detail: Karten, Erinnerungen und Zeitschleifen

Jede Lebensphase und jedes Ereignis wird als Erinnerungskarte im Deck gespeichert. Herausforderungen – von Schultests bis zu Alien-Begegnungen – werden über eine poker-ähnliche Zahlen- und Farbstraßen-Mechanik gelöst. Das Menü erlaubt es, diese Minispiele zu vereinfachen oder zu überspringen, sodass auch Spieler:innen, die den Fokus stärker auf die Story legen, komfortabel spielen können. Wichtig zu beachten: Dialoge sind nicht vertont, sodass ein hoher Lese- und Verständnisgrad in Englisch unabdingbar ist.

  • Kartensystem: Jede Erinnerung = Karte im Deck
  • Herausforderungen: Poker-ähnliche Zahlen- und Farbstraßen-Mechanik
  • Optionale Vereinfachung/Überspringen von Minispielen im Menü
  • Dialoge: ausschließlich schriftlich, nicht vertont

Plattformen und aktueller Steam-Sale

“I Was a Teenage Exocolonist” ist auf mehreren Plattformen verfügbar: PC (Windows, macOS, Linux – inklusive Steam-Deck-Verifizierung), Nintendo Switch, PlayStation 4 und PlayStation 5. Der aktuelle Steam-Sale reduziert den Preis auf 12,25 € bis zum 9. November, was das Spiel besonders attraktiv für neue Spieler:innen macht.

  • PC (Windows, macOS, Linux, Steam Deck verifiziert)
  • Nintendo Switch
  • PlayStation 4
  • PlayStation 5

Ein echtes Meisterwerk

Aus der Praxis: Ein Redakteur hat bereits 115 Stunden Spielzeit und 16 Durchläufe investiert, wobei er 16 der 29 möglichen Enden freigespielt hat. Trotz wiederkehrender Minispiele bleibt die Narrative dank der Zeitschleifen-Mechanik frisch – jeder neue Zyklus liefert Erinnerungsfragmente, die neue Dialogpfade öffnen und das Verhindern früherer Katastrophen ermöglichen. Die farbenfrohen Comic-Grafiken verbergen die schiere Textmenge, die sogar die “Herr-der-Ringe”-Trilogie übertrifft.

Fazit

“I Was a Teenage Exocolonist” ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Indie-Entwickler Story-Tiefe mit mechanischer Innovation verbinden können. Der massive Skriptumfang, die 29 verzweigten Enden und das positive Feedback von Kritikern und Spielern machen das Spiel zu einem lohnenswerten Investment – vorausgesetzt, Sie verfügen über solide Englischkenntnisse und freuen sich über einen eher textlastigen, wiederholbaren Spielablauf. Der aktuelle 50-Prozent-Sale reduziert die Eintrittshürde deutlich und erlaubt es, das narrative Monument zu einem erschwinglichen Preis zu erleben. Wenn Sie bereit sind, in eine Welt zu tauchen, die erst nach vielen Durchläufen vollständig enthüllt wird, ist dies das ideale Spiel für Sie.

Sebastian Lindner

Sebastian ist passionierter Gamer, begeisterter Spielejournalist und erfahrener Online-Redakteur. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Gaming-Branche kennt er sich bestens aus mit aktuellen Trends, spannenden Innovationen und den großen Klassikern der Online-Spielwelt. Sebastian liebt es, seine Leser mit fundierten Artikeln, präzisen Analysen und unterhaltsamen Geschichten rund um das Thema Online-Gaming zu begeistern. Seine besondere Stärke liegt darin, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und seine Leser immer wieder aufs Neue für die Welt der Spiele zu begeistern.