Offene Welten jenseits von Assassin’s Creed: 6 empfehlenswerte Alternativen

Autor: Sebastian Lindner
Zuletzt aktualisiert: 22.07.2026

Die Assassin’s-Creed-Reihe hat den Standard für offene Spielwelten gesetzt – riesige Karten, historische Kulissen und ein hohes Maß an Freiheit beim Erkunden. Für Spieler, die nach ähnlichen Erlebnissen suchen, gibt es jedoch zahlreiche Alternativen, die eigene Stärken besitzen und das Genre weiterentwickeln. Dieser Artikel stellt sechs besonders empfehlenswerte Open-World-Titel vor, liefert aktuelle Marktzahlen und beleuchtet, warum Qualität und Kontext bei der Auswahl entscheidend sind.

Überblick über Open-World-Spiele

Open-World-Spiele ermöglichen es den Spielern, ihre Umgebung frei zu entdecken, Nebenquests zu verfolgen und dynamische Welten zu erleben. Laut einer Schätzung von Gaming Insights aus dem Jahr 2022 wurden mehr als 150 offene Spiele veröffentlicht ( Metric: Veröffentlichte Open-World-Spiele, value: 150+, year: 2022, sourceid: S2 ). Diese Zahl verdeutlicht das rapide Wachstum des Genres und die zunehmende Vielfalt, die über die bekannten Titel von Assassin’s Creed hinausgeht.

The Saboteur – Widerstand im besetzten Paris

Veröffentlicht im Jahr 2009, spielt The Saboteur im von den Nazis besetzten Paris der 1940er-Jahre. Der Spieler übernimmt die Rolle eines irischen Rennfahrers, der sich dem französischen Widerstand anschließt. Die offene Stadtkarte von Paris bietet zahlreiche Wege, um Missionen zu erfüllen, und vermittelt ein düsteres Kriegsszenario, das sich deutlich von den historischen Kulissen von Assassin’s Creed unterscheidet, aber dennoch ähnliche Erkundungsfreiheiten bietet.

Seven: The Days Long Gone – Die Insel der Diebe

In Seven: The Days Long Gone erkundet man eine abgelegene Gefängnisinsel als Meisterdieb. Das Spiel kombiniert Kletterpartien, Schleichmissionen und freie Erkundung, was an das Kernkonzept von Assassin’s Creed erinnert, jedoch in einem völlig anderen Setting – einer isolierten Insel voller Geheimnisse.

Kingdom Come: Deliverance – Historische Genauigkeit im Mittelalter

Der 2018 veröffentlichte Titel Kingdom Come: Deliverance hebt sich durch seine realistische Darstellung des mittelalterlichen Böhmens im Jahr 1403 ab. Ohne Magie oder übernatürliche Elemente konzentriert sich das Spiel auf authentische Geschichte und ein Gameplay, das historischer Detailtreue folgt.

Historische Tiefe und Spielwelt

Kingdom Come: Deliverance wurde für seine historische Genauigkeit und Detailtreue gelobt. Das Spiel umfasst 12 fiktive Städte, die auf realen Orten im historischen Böhmen basieren ( Metric: Anzahl der Städte, value: 12, year: 2018 ). Spieler erleben das Jahr 1403 in einer Umgebung, die durch reale Quellen und Architekturstile inspiriert ist.

Ein herausragendes Beispiel für ein Open-World-Spiel ist „Kingdom Come: Deliverance“, das 2018 veröffentlicht wurde. Es erregte Aufmerksamkeit für seine beeindruckende historische Genauigkeit, indem es das Böhmen des Jahres 1403 realistisch darstellt. Anstelle von übernatürlichen Elementen konzentriert sich das Spiel auf authentische Geschichte und realistisches Gameplay, was sich in den insgesamt 12 spielbaren Städten widerspiegelt.

In den letzten Jahren hat die Anzahl der veröffentlichten Open-World-Spiele die 150-Marke überschritten, was die Vielfalt und die wachsende Beliebtheit des Genres unterstreicht. Diese Spiele bieten Spielern nicht nur die Möglichkeit zur Erkundung, sondern auch immersive Erfahrungen und tiefgreifende Narrative, die an die Struktur der Assassin’s Creed-Reihe anknüpfen.

Kommerzieller Erfolg

Bis 2021 verkaufte sich Kingdom Come: Deliverance weltweit über 3 Millionen Einheiten ( Metric: Verkaufszahlen, value: 3 Millionen, unit: Einheiten, year: 2021, sourceid: S1 ). Diese Verkaufszahlen belegen die Bedeutung des Spiels im Kontext von Open-World-RPGs und zeigen, dass ein historisch akkurates Konzept kommerziell erfolgreich sein kann.

Generation Zero – Postapokalyptisches Schweden

Generation Zero versetzt die Spieler ins ländliche Schweden der 1980er-Jahre, wo die Bevölkerung spurlos verschwunden ist und gefährliche Kampfmaschinen das Land durchstreifen. Die offene Karte fordert die Spieler heraus, das verlassene Terrain eigenständig zu erkunden – ähnlich wie bei Assassin’s Creed, jedoch in einem postapokalyptischen Setting.

Death to Spies: Moment of Truth – Spionage im Kalten Krieg

Der 2009 erschienene Titel Death to Spies: Moment of Truth lässt den Spieler in die Rolle eines sowjetischen Geheimdienstbeamten schlüpfen. Die Missionen führen über beide Seiten des Eisernen Vorhangs und bieten sehr große Karten, die zum Erkunden einladen, obwohl das Spiel nicht die klassische Open-World-Struktur verwendet.

Outward – Survival-Fokus ohne Karte

In Outward übernimmt man die Rolle eines normalen Abenteurers, der in einer rauen Welt ums Überleben kämpfen muss. Das Spiel verzichtet bewusst auf eine Karte oder GPS, sodass die Orientierung ausschließlich anhand der Umgebung erfolgt. Die offene Welt fordert die Spieler heraus, Hunger, Durst und Temperatur zu managen – ein knallharter Survival-Ansatz, der das Erkunden zu einer strategischen Herausforderung macht.

Qualität und Vielfalt von Open-World-Spielen

Obwohl die Zahl offener Welten stetig steigt, erreichen nicht alle Spiele die gleiche Qualität wie die Assassin’s Creed-Reihe. Es ist wichtig, die Variabilität in der Spielqualität zu berücksichtigen, um realistische Erwartungen zu setzen. Während Titel wie Kingdom Come: Deliverance durch historische Tiefe und Verkaufszahlen überzeugen, können andere, etwa Death to Spies, eher durch große Karten und thematische Tiefe punkten, ohne das komplette Open-World-Erlebnis zu bieten.

Fazit

Die Assassin’s Creed-Reihe bleibt ein Meilenstein für offene Spielwelten, doch die vorgestellten Alternativen zeigen, wie vielfältig das Genre geworden ist. Von der historischen Präzision in Kingdom Come: Deliverance über das düstere Paris von The Saboteur bis hin zu Survival-Erfahrungen in Outward – jedes Spiel bietet ein einzigartiges Spielerlebnis, das sowohl Fans der Serie als auch Neulinge begeistern kann. Angesichts der wachsenden Zahl von über 150 Open-World-Titeln ist es lohnenswert, über den Tellerrand von Assassin’s Creed zu blicken und neue Welten zu entdecken.

Sebastian Lindner

Sebastian ist passionierter Gamer, begeisterter Spielejournalist und erfahrener Online-Redakteur. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Gaming-Branche kennt er sich bestens aus mit aktuellen Trends, spannenden Innovationen und den großen Klassikern der Online-Spielwelt. Sebastian liebt es, seine Leser mit fundierten Artikeln, präzisen Analysen und unterhaltsamen Geschichten rund um das Thema Online-Gaming zu begeistern. Seine besondere Stärke liegt darin, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und seine Leser immer wieder aufs Neue für die Welt der Spiele zu begeistern.